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Ausgabe 10 | 2017

Editorial

Portrait Patrick Krähenmann
Patrick Krähenmann, Mitglied der Geschäftsleitung

Gross ist nicht nur als Projektentwickler und General- oder Totalunternehmer tätig sondern auch als Baumanager. Mit der Gründung der Gross Baumanagement AG werden wir auch diesem Kundenbedürfnis gerecht.

Schliesst der Kunde einen GU- oder TU-Vertrag ab, übernimmt der General- oder Totalunternehmer üblicherweise die Risiken aus Kostenüberschreitungen, Terminverzögerungen, Qualitätsrisiken, Schnittstellen und Konkursen von Subunternehmern. Der GU/TU liefert ein Werk und haftet für die nicht vertragskonforme Lieferung. Trotz diesen bekannten Vorzügen ist dieses Modell nicht bei allen Kunden beliebt. Schätzungen gehen davon aus, dass 75% aller Hochbauprojekte mit anderen Zusammenarbeitsformen ausgeführt werden.

Den Gesamtleistern wird teilweise vorgehalten, sie seien eine reine Managementorganisation, welche den fixierten Werkpreis mit billiger Qualität nachteilig für Architektur und Nutzung optimierten. Nach einer über 50-jährigen Firmengeschichte dürfen wir feststellen, dass dem nicht so ist! Und trotzdem: auch diesen Bedenken gilt es Rechnung zu tragen. Nicht jedes Bauprojekt eignet sich für einen General- oder Totalunternehmer.

Folgende Gründe können für eine Zusammenarbeit mit einem Baumanager sprechen:

  • Offene Nutzungsangaben und Anforderungen
  • Auch künftig zu erwartende Nutzungs- oder Projektänderungen
  • Unvollständige Vor- und Bauprojektpläne ohne integrale Planung mit den Fachplanern
  • Übernahme des Kosten- und Terminrisikos durch den Bauherrn
  • Firmenpolitische Berücksichtigung von Lieferantenbeziehungen des Bauherrn

Der grösste Vorteil bei einer Zusammenarbeit mit Gross als Baumanager ist das vorhandene Fachwissen von Gross als General- und Totalunternehmer: Kosten- und Terminparameter aus aktuellen Projekten und Lösungen zu Schnittstellenproblemen in Planung und Ausführung.

Ich wünsche Ihnen mit der neuen Ausgabe von GROSS INFO eine interessante Lektüre. Übrigens sind auch Projekte im Baumanagement-Mandat enthalten. Das Ende des Planes und Bauens ist ja die Nutzung – unabhängig der vorgängigen Zusammenarbeitsform.